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HILFE! Meine Freundin PFLEGT!

Etwa zwei Drittel von über zwei Millionen pflegebedürftigen Menschen werden in Deutschland zu Hause versorgt – meist von Frauen.

Was verändert sich für diese pflegenden Frauen?

Für die Versorgung der Pflegebedürftigen gibt es viele Unterstützungs-möglichkeiten.

Aber gerade die pflegenden Frauen brauchen Begleitung!

Austausch und Begleitung stehen bei diesem Treffen im Vordergrund. Ort: Kath. Familienbildungsstätte Hamborn, An der Abtei

Zeit: Do – 12.03.2015 – 10:00 – 11:30 Uhr und /oder

Do – 18.06.2015 - 18:30 – 20:00 Uhr

Referentin: Annette Winter, Initiatorin für pflegeBegleitung

Anmeldung bis Di – 09.06.:

FBS, Tel.: 554187 oder

A. Winter, Tel.: 511412

 

 

 

kfd pflegeBegleitung

kfd-pflegeBegleiterinnen-Gruppe

Die ersten "Pflegebegleiterinnen" erhielten ihre Zertifikate

24. Februar 2012. Ein öffentlicher Festakt am 23. Februar in Mainz bildete den Abschluss des zweijährigen Modellprojektes "Pflegebegleitung – Neue Impulse für das Miteinander der Generationen in der kfd". Zwölf Pionierinnen nahmen aus den Händen der kfd-Bundesvorstandsmitglieder Anna-Maria Mette und Josefa Maria Bernal Copano ihre Zertifikate entgegen. Staatssekretärin a.D. Roswitha Verhülsdonk - langjährige Trierer kfd-Diözesanvorsitzende und frühere BAGSO-Vorsitzende - betonte, dass die kfd mit diesem zukuntfsweisenden Projekt, bei dem pflegende Angehörige im Alltag gestärkt und unterstützt werden sollen, eine wichtige Vorreiterrolle übernehme. 

 

Weitere Informationen zum Modell 'pflegeBegleitung' finden Sie auch unter folgenden Adressen:

www.kfd-bundesverband.de/projekte/pflegebegleitung-in-der-kfd.html

http://www.pflegebegleiter.de/

http://www.erfahrung-ist-zukunft.de/SharedDocs/DE/Erfahrungsberichte/20120131-ein-offenes-ohr-fuer-frauen-die-pflegen.html

 

Ihre Ansprechpartnerin:

Annette Winter

Tel.: 0203 511412

e-mail: annette.me.winter(at)t-online.de

Warum pflegeBegleitung in der kfd zukunftsweisend ist:

Die meisten kfd-Mitglieder waren in der Vergangenheit, sind aktuell oder werden in Zukunft in die Pflege von Angehörigen eingebunden sein. Dennoch nimmt das Thema "Pflege in der Familie" in den alltäglichen kfd-Aktivitäten vor Ort  wenig Raum ein. Die Begleitung pflegender kfd-Mitglieder im Gespräch passt hingegen genau in das Leitbild der kfd als Gemeinschaft christlicher Frauen, die sich gegenseitig lebenslang begleiten und stärken.          

Wir pflegeBegleiterinnen haben das Ziel, pflegende Angehörige zu entlasten. Das bedeutet aber nicht, daß wir Pflegearbeit übernehmen. Der Zweck des Projektes ist es, pflegenden Mitgliedern innerhalb des Verbandes niedrigschwellige ehrenamtliche Angebote zur Begleitung in dieser Lebenssituation zu machen:                                                                                                 

Wir  schätzen, was pflegende Angehörige an Sorgearbeit leisten.

 

Wir  bieten ein offenes Ohr für pflegende Angehörige.

 

Wir unterstützen pflegende Angehörige ihren Alltag zu gestalten.

 

Wir sorgen für Zugang zu Informationen und Unterstützungsformen.

 

Wir ermöglichen Erfahrungsaustausch in Selbsthilfegruppen.

 

Wir nehmen unsere Aufgabe ernst.

 

Wir verpflichten uns zur Verschwiegenheit und Unabhängigkeit.

 

Wir bilden ein kfd-Pflegenetzwerk und tauschen unsere Erfahrungen mit anderen Institutionen und dem bundesweiten ‚Netzwerk pflegeBegleitung’ aus.

 

Wir bieten ehrenamtlich und kostenlos pflegeBegleitung an.

 

Menschen, die pflegen, fühlen sich oft alleingelassen, haben wir festgestellt. Die eigenen Kinder sagen einem: "Lass mich doch mit dem Thema in Ruhe, ich kann das nicht mehr hören, dass du dauernd meckerst, dass du dauernd etwas zu klagen hast." Die meisten brauchen also jemanden, dem sie ihre Probleme erzählen können.

 

Einfach da zu sein und zuzuhören ist der wichtigste Teil unserer Arbeit. Dieses vertrauensvolle Gefühl zu vermitteln: Da kann ich mich einfach mal auslassen und mir meine Probleme ein wenig von der Seele reden.

Wir haben uns in der kfd - Fortbildung ganz stark mit verschiedenen Pflegesituationen auseinandergesetzt. Es sind ja nicht nur alte Menschen, die gepflegt werden müssen, sondern es gibt auch Menschen, die zum Beispiel ein Leben lang ihre behinderten Kinder pflegen. Aber da wir das Thema ja weitertragen wollen, haben wir auch die Gestaltung von Öffentlichkeitsarbeit behandelt sowie die Frage: Wie leite ich eine Gruppe? Das gehört natürlich auch dazu, um an der Basis arbeiten und das Thema weitertragen zu können.

 

Was macht die Pflegebegleitung?

 

Hier einmal ein kurzes Beispiel für aktive Pflegebegleitung:

 

Frau S., 60 Jahre, lebt zusammen mit ihrem demenzkranken Mann, 64 Jahre alt. Die schleichende Demenzentwicklung hat es mit sich gebracht, dass Frau S. quasi in die Betreuung/Pflege hineingerutscht ist. Eine bewusste Entscheidung hat sie nie getroffen und hat auch keine Hilfen in Anspruch genommen, weil ihr gar nicht richtig bewusst war, dass sie einen Pflegebedürftigen zu Hause hatte. Mit Pflegeversicherung und Altenhilfeangeboten hatte sie sich nie befasst. Die Demenz schritt schnell fort und Herr S. wurde reizbar, verbal aggressiv, getrieben von einer

 

permanenten Unruhe, lief weg und machte „Dummheiten“. Frau S. konnte ihn nicht mehr alleine lassen. Von einer Nachbarin erfuhr sie von dem Angebot der Pflegbegleiter. Bei einem ersten Gespräch mit ihrem Pflegebegleiter brach wie ein Wasserfall all das aus Frau S. heraus, was sich in den vergangenen Monaten aufgestaut hatte. Nachdem eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Frau S. und ihrer Pflegebegleitung gewachsen war, ging die Pflegebegleitung behutsam das Thema Tagespflege an. Frau S. lehnte ab, aber versuchte es mit einem wöchentlichen Betreuungsnachmit-tag. Das klappte gut und Herr S. fühlte sich in der Gruppe wohl und Frau S. konnte in der freien Zeit auf dem Fahrrad durchatmen. Inzwischen treffen sich Frau S. und ihre Pflegebegleitung regelmäßig. Die Pflegebegleitung konnte Frau S. vielfach praktische Hilfe zur Unterstützung geben. Zu ihrer Nachbarin sagte Frau S., dass sie jetzt durch die Unterstützung der Pflegebegleitung nicht mehr so viel weinen muss und manchmal sogar wieder lachen kann.

 

Das ist nur ein Beispiel von vielen.

 

Sind Sie betroffen, würden Sie sich über Unterstützung freuen, dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

 

Haben Sie das Gefühl auch für andere da zu sein zu wollen und möchten auch eine Pflegebegleitung übernehmen, dann freuen wir uns auf Sie.

 

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